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  • Publication
    Erhebung berufsspezifischer Sprachkompetenzen von angehenden Fremdsprachenlehrpersonen
    (Pädagogische Hochschule St.Gallen, 2018) ; ;
    Dieser Beitrag beschreibt die Entwicklung und Implementierung eines Testsystems für zielsprachliche berufsspezifische Sprachkompetenzen von Fremdsprachenlehrpersonen auf der Oberstufe der Volksschule. Die geplante Sprachstanderhebung stützt sich auf die in der Lehrerausbildung integrierten, auf Basis einer Bedarfsanalyse für den Kontext der Schweizer Volksschule entwickelten Berufsspezifischen Sprachkompetenzprofile (Kuster et al. 2014). Diese kontextualisieren die Kompetenzbeschreibungen des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (Europarat 2001) und beschreiben Sprachhandlungen, welche Fremdsprachenlehrpersonen für die Ausübung ihres Berufs benötigen. Die in fünf Handlungsfelder eingeteilten Sprachhandlungen umfassen sowohl die Vorbereitung und Durchführung von Fremdsprachenunterricht und zielsprachige Kompetenzen für Aussenkontakte als auch die persönliche sprachliche Aus- und Weiterbildung. Dabei kommt der Bildungssprache im Unterricht ein wichtiger Stellenwert zu , z.B. für metalinguistische oder interkulturelle Unterrichtsinhalte, oder auch aufgrund der zunehmenden Inhaltsorientierung im Fremdsprachenunterricht (z.B. CLIL). In einem Folgeprojekt wurden die Inhalte der Kompetenzprofile mit denen der in der Lehrerbildung üblichen allgemeinen, internationalen Sprachzertifikaten verglichen, um festzustellen, welche berufsspezifischen Sprachhandlungen zusätzlicher Förderung und Prüfung bedürfen. Zudem wurden Kompetenzniveaus definiert, welche verschiedene prototypische Kompetenzstufen erfassen, z.B. für Studienanfänger oder für erfahrene, kompetente Lehrpersonen. Aufgrund dieser Vorarbeiten konnten Kompetenzbereiche eruiert werden, die allgemeine Fremdsprachentests nicht abdecken. Aufgabenformate, welche die formative oder summative Fremdbeurteilung berufsspezifischer Sprachleistungen ermöglichen, runden die Kompetenzprofile ab. Für die geplante Sprachstanderhebung sollen gezielt produktive, berufsspezifische Sprachkompetenzen von Studierenden am Ende ihrer Erstausbildung in den Zielfremdsprachen Englisch und Französisch geprüft werden, um die Einflüsse von Veränderungen in der Ausbildung zur Fremdsprachenlehrperson über mehrere Kohorten hinweg abzubilden. Die Erhebung soll authentische, in den Kompetenzprofilen beschriebene Sprachhandlungen im Kontext Fremdsprachenunterricht prüfen, so zum Beispiel schriftliche Texte wie Arbeitsblätter in der Unterrichtsvorbereitung oder mündliche Reaktionen auf durch Videovignetten vermittelte Klassensituationen. Im Fokus steht dabei der Versuch, das Spannungsfeld zwischen einem hohen Anspruch an sprachliche Korrektheit, Wortschatz, Flüssigkeit oder Aussprache in einer allgemeinen Sprachausbildung, und der Anpassung der Verwendung der Zielsprache an das Zielpublikum, die Schülerinnen und Schüler, zu überbrücken.
  • Publication
    Erhebung mündlicher, berufsspezifischer Sprachkompetenzen von angehenden Fremdsprachenlehrpersonen anhand computerbasiertem Testen und Videovignetten
    (Pädagogische Hochschule St.Gallen, 2019) ; ;
    Die berufsspezifischen Sprachkompetenzen von Lehrpersonen die Fremdsprachen unterrichten sind seit langem als zentrale Gelingensbedingung des Fremdsprachenunterrichts anerkannt. Die spezifische Sprachenlandschaft in der Schweiz und die erwarteten Austrittskompetenzen der Schweizer Schüler*innen stellen besonders hohe Ansprüche an Fremdsprachenlehrpersonen. In diesem Zusammenhang hat die Fachstelle für berufsspezifische Sprachkompetenzen von Lehrpersonen in einem gross angelegten Projekt basierend auf den Ergebnissen einer extensiven Bedarfsanalyse (vgl. Long, 2005, Needs Analysis in Second Language Learning) bedarfsorientierte, berufsspezifische Sprachkompetenzprofile für Fremdsprachenlehrpersonen erarbeitet (Kuster et al., 2014). Diese kontextualisieren die Kompetenzbeschreibungen des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (Europarat, 2001) und beschreiben Sprachhandlungen, welche Fremdsprachenlehrpersonen für die Ausübung ihres Berufs benötigen. Die in fünf Handlungsfelder gegliederten Sprachhandlungen umfassen sowohl die Vorbereitung und Durchführung von Fremdsprachenunterricht und zielsprachige Kompetenzen für Aussenkontakte, als auch die persönliche sprachliche Aus- und Weiterbildung. In einem Folgeprojekt wurden die Inhalte der Kompetenzprofile mit denen der in der Lehrerbildung üblichen internationalen Sprachzertifikaten verglichen, um jene berufsspezifischen Sprachhandlungen zu identifizieren, die spezieller Förderung und Prüfung bedürfen. Die im Anschluss definierten Kompetenzniveaus erfassen verschiedene prototypische Kompetenzstufen, z.B. jene für Studienanfänger oder für erfahrene, kompetente Lehrpersonen. Aufgrund dieser Vorarbeiten konnten Kompetenzbereiche eruiert werden, die allgemeine Fremdsprachentests nicht abdecken. Aufgabenformate, welche die formative oder summative Fremdbeurteilung berufsspezifischer Sprachleistungen ermöglichen, runden die Kompetenzprofile ab. Dieser Beitrag beschreibt die Entwicklung und Implementierung eines Testsystems für zielsprachliche, berufsspezifische Sprachkompetenzen von angehenden Fremdsprachenlehrpersonen der Oberstufe der Schweizer Volksschule, welches dieses Jahr zum ersten Mal in einer Sprachstanderhebung eingesetzt wird. Diese Sprachstanderhebung ist Teil einer geplanten, 4-jährigen Kohortenstudie für Studierende am Ende ihrer Fremdsprachenlehrpersonenausbildung zur Überprüfung der Effekte von Curriculumsveränderungen. Die Erhebung stützt sich auf die in der Lehrerausbildung integrierten berufsspezifischen Sprachkompetenzprofile und ist auf die Prüfung produktiver, berufsspezifischer Sprachkompetenzen in den Zielfremdsprachen Englisch und Französisch ausgerichtet. Dabei sollen authentische, in den Kompetenzprofilen beschriebene Sprachhandlungen im Kontext des Fremdsprachenunterrichts getestet werden, wie beispielsweise spontane, mündliche Reaktionen auf durch Videovignetten vermittelte Klassensituationen. Durch die Erfassung der Performanz in verschiedenen Aufgaben wird eine Annäherung an diese Kompetenzen angestrebt. Der Teil des entwickelten Tests, welcher die mündlichen, berufsspezifischen Fremdsprachenkompetenzen erheben soll, steht im Fokus dieses Beitrags und präsentiert einen Ansatz zum Transfer von fachdidaktisch fundierten Konzepten in die Praxis. Um geeignete Testformate zur Erfassung mündlicher, berufsspezifischer Kompetenzen zu finden, wurden verschiedene Performanztestformate anhand ihrer Authentizität und Validität, als auch ihrer möglichen Umsetzung bezüglich Handhabung, Zeit- und Kostenaufwand und technologischen Innovation geprüft. Ein computerbasiertes Format wurde ausgewählt und ein Onlinetest wurde entwickelt, welcher unter Anderem anhand von Videovignetten die mündlichen Fremdsprachenkompetenzen der Teilnehmenden durch eine authentische und direkte Darstellung von schulspezifischen Szenarien elizitiert. Videovignetten ersetzen Textbeschreibungen von prototypischen, berufsspezifischen Situationen durch eine bewegte, bildliche Darstellung und erlauben, reale Klassenraumsituationen annäherungsweise darzustellen und Kommunikationssituationen holistisch abzubilden, um authentische, umfassende situationsbezogene Informationen zu präsentieren (König, 2015). Die Autoren beschreiben die Auswahl des Testformats, die Aufgabenkonstruktion, den Entwicklungsprozess der Videovignetten und den Versuch, die Authentizität der Aufgaben zu gewähren und gleichzeitig die mündlichen berufsspezifischen Sprachkompetenzen so ökonomisch wie möglich zu erfassen. Im Fokus der Testkonstruktion steht dabei der Versuch, das Spannungsfeld zwischen einem hohen Anspruch an sprachliche Korrektheit, Wortschatz, Flüssigkeit oder Aussprache in einer allgemeinen Sprachausbildung, und der Anpassung der Verwendung der Zielsprache an das Zielpublikum, die Schülerinnen und Schüler, abzubilden, und dabei die Eigenschaften der gesprochenen Sprache bei den Aufgabeninstruktionen zu berücksichtigen. Ansätze zur Überbrückung von Problemen videobasierter Performanz- oder Kompetenztests, wie beispielsweise eingeschränkte Authentizität, die beiden «as-if» Probleme (Klieme, 2008), oder die Frage der Vergleichbarkeit verschiedener Aufgaben sowie Wahrnehmungs- und Interpretationsprozessen, werden erläutert. Zudem werden erste Resultate der im Oktober 2018 durchgeführten Sprachstanderhebung und Implikationen für zukünftiges, computerbasiertes Testen von mündlichen, berufsspezifischen Sprachkompetenzen mithilfe von Videovignetten präsentiert.