Wirkungen von Lehrer:innenemotion und -motivation im Unterricht
Status
Project phase ongoing
Acronym
WiLemo
Project contact PHSG
Emotional-motivationale Kompetenzen von Lehrpersonen und ihre Bedeutung für den Unterricht und Schüler:innenmerkmale.
Lay Summary Lead
Emotional-motivationale Kompetenzen von Lehrpersonen und ihre Bedeutung für den Unterricht und Schüler:innenmerkmale.
Lay Summary
Schulische Lehr-Lernprozesse verfolgen unterschiedliche Zielsetzungen. Ein zentrales Anliegen von Schule und Unterricht besteht darin, bei Schüler:innen eine positive emotional-motivationale Haltung zu fördern – eine grundlegende Voraussetzung für lebenslanges Lernen und aktive gesellschaftliche Teilhabe.
Emotionen und Motivation im schulischen Kontext werden dabei wesentlich durch den Unterricht in den verschiedenen Fächern geprägt. Die Lehrperson spielt hierbei eine Schlüsselrolle: Ihr unterrichtliches Handeln vermittelt zwischen ihren persönlichen Voraussetzungen, den Bedingungen des Lernkontexts und dem Lernverhalten der Schüler:innen. Dieses Handeln wird unter anderem durch die emotional-motivationalen Merkmale der Lehrperson beeinflusst. Allerdings sind die Prozesse, die erklären, warum bestimmte Motivationen und Emotionen von Lehrpersonen zu einem bestimmten unterrichtlichen Handeln führen, noch weitgehend unklar.
Vor diesem Hintergrund untersucht das Forschungsprojekt drei übergeordnete Fragestellungen:
Wie spielen Emotionen und Motivation bei Lehrpersonen im Unterricht zusammen?
Welche Bedeutung hat das emotions- und motivationsbezogene Grundlagenwissen von Lehrpersonen?
Welche Effekte zeigen sich auf den Unterricht sowie auf Merkmale der Schüler:innen?
Das Projekt ist als längsschnittliche Studie mit einer Experience-Sampling-Erhebung angelegt. Untersucht werden sowohl angehende Lehrpersonen (Studierende) als auch Lehrpersonen der Klassenstufen 5 und 6 (Zyklus 2) in den Kantonen St. Gallen und Thurgau.
Ziel des Vorhabens ist es, bislang ungeklärte Fragen zum Zusammenspiel emotional-motivationaler Merkmale von Lehrpersonen und Schüler:innen sowie deren komplexe Wirkungsweisen zu beleuchten. Auf dieser Basis sollen evidenzbasierte Empfehlungen für die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen sowie für die schulische Praxis abgeleitet werden.
Emotionen und Motivation im schulischen Kontext werden dabei wesentlich durch den Unterricht in den verschiedenen Fächern geprägt. Die Lehrperson spielt hierbei eine Schlüsselrolle: Ihr unterrichtliches Handeln vermittelt zwischen ihren persönlichen Voraussetzungen, den Bedingungen des Lernkontexts und dem Lernverhalten der Schüler:innen. Dieses Handeln wird unter anderem durch die emotional-motivationalen Merkmale der Lehrperson beeinflusst. Allerdings sind die Prozesse, die erklären, warum bestimmte Motivationen und Emotionen von Lehrpersonen zu einem bestimmten unterrichtlichen Handeln führen, noch weitgehend unklar.
Vor diesem Hintergrund untersucht das Forschungsprojekt drei übergeordnete Fragestellungen:
Wie spielen Emotionen und Motivation bei Lehrpersonen im Unterricht zusammen?
Welche Bedeutung hat das emotions- und motivationsbezogene Grundlagenwissen von Lehrpersonen?
Welche Effekte zeigen sich auf den Unterricht sowie auf Merkmale der Schüler:innen?
Das Projekt ist als längsschnittliche Studie mit einer Experience-Sampling-Erhebung angelegt. Untersucht werden sowohl angehende Lehrpersonen (Studierende) als auch Lehrpersonen der Klassenstufen 5 und 6 (Zyklus 2) in den Kantonen St. Gallen und Thurgau.
Ziel des Vorhabens ist es, bislang ungeklärte Fragen zum Zusammenspiel emotional-motivationaler Merkmale von Lehrpersonen und Schüler:innen sowie deren komplexe Wirkungsweisen zu beleuchten. Auf dieser Basis sollen evidenzbasierte Empfehlungen für die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen sowie für die schulische Praxis abgeleitet werden.
Relation to the professional field
Research project
Topic PHSG
Lehrer:innenbildung
Professionsentwicklung
Fields of Science and Technology (OECD)
Education, general (including training, pedagogy, didactics)
Description
Schulische Lehr-Lernprozesse haben unterschiedliche Zielperspektiven. So verfolgt Schule und Unterricht u.a. das Ziel, bei Schüler:innen zu einer positiven emotional-motivationalen Haltung beizutragen, die als zentrale Voraussetzung für lebenslanges Lernen und gesellschaftliche Teilhabe angesehen wird (Schiepe-Tiska et al., 2016). Motivation und Emotionen für das Lernen werden im Kontext Schule insbesondere im Rahmen des Unterrichts in den verschiedenen Fächern beeinflusst. Die Selbstbestimmungstheorie liefert hierbei Hinweise für eine auf der Erfüllung der drei psychologischen Grundbedürfnisse basierende motivationsfördernde und emotional unterstützende Unterrichtsgestaltung (Deci & Ryan, 2000). Das Ausmass, in welchem Lehrpersonen die psychologischen Grundbedürfnisse ihrer Schüler:innen unterstützen, hängt dabei von unterrichtlichem Handeln in Form eines „need-supportive teaching“ (NST; Cilali et al., 2024) ab. Das unterrichtliche Handeln der Lehrperson wird als Vermittler zwischen Voraussetzungen der Lehrperson und des Lernkontexts sowie des Lernens der Schüler:innen verstanden. Gesteuert wird es u.a. durch emotional-motivationale Merkmale der Lehrperson. Allerdings sind die Prozesse, die erklären, warum bestimmte Motivationen und Emotionen von Lehrpersonen zu einem bestimmten unterrichtlichen Handeln führen, noch weitgehend unklar (Lazarides et al., preprint 2024). Darüber hinaus ist noch kaum etwas darüber bekannt, inwieweit kognitive Facetten im Sinne eines emotional-motivationalen Grundlagenwissens bedeutsam sind. Lehrpersonen benötigen professionelles Wissen über und ein Verständnis von Emotion und Motivation im Lehr-Lerngeschehen, um qualitätsvoll mit eigenen Emotionen, der eigenen Motivation und denen ihrer Schüler:innen umzugehen (in Anlehnung an Porsch, 2018). Es erscheint gewinnbringend zu sein, emotional-motivationale Merkmale im Zusammenspiel zu berücksichtigen sowie ihre mediierenden bzw. moderierenden Wirkungen auf Unterricht und Schüler:innenergebnisse zu beleuchten (Jiang et al., 2023; Lazarides et al., preprint 2024). Ausgehend von diesen Forschungsdesideraten zielt das beabsichtigte Projekt auf die Bearbeitung von drei Schwerpunkten: (1) Zusammenspiel von Emotion und Motivation bei Lehrpersonen im Unterricht (2) Bedeutung des emotions- und motivationsbezogenen Grundlagenwissens von Lehrpersonen und (3) Wirkungen auf Unterricht und Schüler:innenmerkmale. Das geplante Forschungsprojekt sieht ein längsschnittliches Untersuchungsdesign mit einer vorangehenden Instrumentenentwicklungs- und Pilotierungsphase vor. Die Stichprobe umfasst ca. 120 Studierende/Lehrpersonen der Klassenstufen 5 und 6 (Zyklus 2). Bei den Studierenden wird das emotional-motivationale Grundlagenwissen am Ende der Lehramtsausbildung und erneut nach dem ersten Berufsjahr erhoben. Zusätzlich wird es bei Lehrpersonen in unterschiedlichen Stadien ihrer Berufskarriere erfasst. Neben dem Grundlagenwissen werden emotional-motivationale Faktoren erhoben. Während einem Schuljahr unterrichten die Lehrpersonen wie gewohnt. Die Schüler:innen (ca. 120 Klassen; 1800 Schüler:innen) werden zu Beginn des Schuljahres als auch am Ende des Schuljahres zur Wahrnehmung des unterrichtlichen Handelns sowie zu emotional-motivationalen Merkmalen befragt. In der Mitte des Schuljahres wird eine Substichprobe (ca. 50 Lehrpersonen und 750 Schüler:innen) mittels der Experience Sampling Methode zu emotional-motivationalen Merkmalen und dem unterrichtlichen Handeln in den Fächern Mathematik und Sport untersucht. Damit soll neben der Erfassung von dispositionalen v.a. auch der Erfassung situativer Merkmale Rechnung getragen werden. Das Projektvorhaben trägt dazu bei, die noch offenen Fragen hinsichtlich des Zusammenspiels der emotional-motivationalen Merkmale von Lehrpersonen und Schüler:innen als auch deren komplexe Wirkungsweisen zu erhellen, um evidenzbasierte Empfehlungen für die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen als auch für die Praxis abzuleiten.
Project contact PHSG
Consortium Coordinator
Consortium Coordinator(s)
Principal Investigator
Investigators
Co-Investigator(s) external
Affolter, Benita
Signer, Valeria
Note about the participants in the project
Externe Projektpartner:innen:
Tina Hascher, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Bern
Eva Becker, Universität Zürich
Benita Affolter, Pädagogische Hochschule Thurgau
Tina Hascher, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Bern
Eva Becker, Universität Zürich
Benita Affolter, Pädagogische Hochschule Thurgau
| Funder | Start | End | Award URL Funder | Grant Number Funder | Funder Program |
August 1, 2025 | July 31, 2029 | 10004792 | Projektförderung | ||
Note on the external funding