Religionsphilosophische Betrachtungen zum Problem von Gestalt und Erscheinung des Zweideutigen
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Bossart, R. (2025). Religionsphilosophische Betrachtungen zum Problem von Gestalt und Erscheinung des Zweideutigen. tà katoptrizómena, (154).
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Topic PHSG
Gesellschaftswissenschaftliche Bildung
Fields of Science and Technology (OECD)
Humanities
Abstract
Die zwei zentralsten Denkfiguren in vom Christentum geprägten Europa sind die Dogmen der Trinität und der Gottmenschlichkeit von Jesus Christus. Beide weisen eine lange Streit- und Spaltgeschichte aus. Anders gesagt: Diese Dogmen sind zugleich Vermittlungsversuche von Gegensätzlichem als auch Zerreissproben einer einheitlichen Auffassung des Christentums. Sie sind – insbesondere durch ihre vielfältige Rezeption in der Kunst – auch allgemeine Prototypen eines vermittelnden Denkens, das zerrissene Realitäten und antagonistische Erfahrungen symbolisch in widersprüchlichen Gestalten zu binden hofft.
Anhand von zwei Meisterwerken der christlichen Renaissancekunst (Die Verklärung Christi von Raffael, und die Gregorsmesse von Albrecht Dürer), die beide kurz vor oder unmittelbar nach der Reformation entstanden sind, wird die Bedeutung von Transformations- bzw. Mischfiguren als Vermittlungsfiguren für die ästhetische Urteilsbildung diskutiert. Es knüpfen sich daran die klassischen, heute noch zentralen Fragen wie die nach dem Verhältnis von Erscheinung und Wesen, von Schein und Wirklichkeit, von Echtheit und Fake und inwiefern Symbolisches auch Wirkliches ist oder Symbolisches Wirkliches repräsentieren kann bzw. sollte.
Letztlich stellen die zwei Bildanalysen die Frage nach den Ursachen der Krise und des Bedeutungsverlusts von Repräsentation und Symbol seit dem Beginn der Neuzeit sowie den Folgen für die Urteilsbildung durch ästhetische Erfahrung bis heute.
Anhand von zwei Meisterwerken der christlichen Renaissancekunst (Die Verklärung Christi von Raffael, und die Gregorsmesse von Albrecht Dürer), die beide kurz vor oder unmittelbar nach der Reformation entstanden sind, wird die Bedeutung von Transformations- bzw. Mischfiguren als Vermittlungsfiguren für die ästhetische Urteilsbildung diskutiert. Es knüpfen sich daran die klassischen, heute noch zentralen Fragen wie die nach dem Verhältnis von Erscheinung und Wesen, von Schein und Wirklichkeit, von Echtheit und Fake und inwiefern Symbolisches auch Wirkliches ist oder Symbolisches Wirkliches repräsentieren kann bzw. sollte.
Letztlich stellen die zwei Bildanalysen die Frage nach den Ursachen der Krise und des Bedeutungsverlusts von Repräsentation und Symbol seit dem Beginn der Neuzeit sowie den Folgen für die Urteilsbildung durch ästhetische Erfahrung bis heute.
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