"Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in die Schweiz geht, es ist zu fantastisch". Entwicklung eines IWalks für die Stadt St. Gallen über die Rettungsaktion "Zug in die Freiheit"
Resource type
Master Thesis
Status
Accepted
Recommended form of citation (APA)
Voser, A. (2023). "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in die Schweiz geht, es ist zu fantastisch": Entwicklung eines IWalks für die Stadt St. Gallen über die Rettungsaktion "Zug in die Freiheit" [Masterarbeit]. Pädagogische Hochschule Luzern.
Author(s)
Supervisor
Tobler, Lukas
PHSG Organisation name
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All rights reserved
Proforis OA-status
Green OA - published version
Topic PHSG
Holocaust Education
Geschichtsdidaktik
Fields of Science and Technology (OECD)
History
Abstract
Konzept für einen IWalk für die Stadt St. Gallen zur Rettungsaktion Theresienstadt-St. Gallen im Rahmen des Projekts "Zug in die Freiheit".
Im Februar 1945 erreichte ein Rettungstransport mit 1200 Überlebenden aus dem Konzentrationslager Theresienstadt die Stadt St. Gallen. Organisiert wurde er vom jüdischen Ehepaar Recha und Isaac Sternbuch und vom Schweizer Alt-Bundesrat Jean-Marie Musy. Dieser Transport ist kaum Teil der Erinnerungskultur des Zweiten Weltkriegs der Schweiz. Deswegen wird ein App-basierter Stadtrundgang ‘IWalk’ erstellt, um dieses Ereignis an Schulklassen zu vermitteln und die Erinnerungskultur mitzuprägen. Wie die Rettungsaktion im IWalk vermittelt werden kann, wird mit Hilfe des historischen Kontexts der Schweizer Flüchtlingspolitik und der didaktischen Prinzipien bei der digitalen Holocaustvermittlung untersucht. Im Zentrum des IWalks stehen videografierte Zeitzeug*innen Interviews von Teilnehmenden des Transports. Die Schwierigkeiten und Chancen im Umgang mit dieser Quellengattung werden in der Arbeit aufgezeigt. Bei der Vermittlung der Rettungsaktion mit dem Tool ‘IWalk’ muss proaktiv beachtet werden, dass Mythen in der Schweizer Erinnerungskultur des Zweiten Weltkriegs nicht gestärkt werden. Durch das Zusammenspiel von historischem Kontext und didaktischen Prinzipien ist der IWalk ein geeignetes Tool, um die Nutzer*innen des Stadtrundgangs in Bezug auf gegenwärtige Menschenrechtsverletzungen zu sensibilisieren, den quellenkritischen Umgang mit Zeitzeug*innen Interviews aufzuzeigen und gleichzeitig die Erinnerung an den Holocaust aufrecht zu halten.
Im Februar 1945 erreichte ein Rettungstransport mit 1200 Überlebenden aus dem Konzentrationslager Theresienstadt die Stadt St. Gallen. Organisiert wurde er vom jüdischen Ehepaar Recha und Isaac Sternbuch und vom Schweizer Alt-Bundesrat Jean-Marie Musy. Dieser Transport ist kaum Teil der Erinnerungskultur des Zweiten Weltkriegs der Schweiz. Deswegen wird ein App-basierter Stadtrundgang ‘IWalk’ erstellt, um dieses Ereignis an Schulklassen zu vermitteln und die Erinnerungskultur mitzuprägen. Wie die Rettungsaktion im IWalk vermittelt werden kann, wird mit Hilfe des historischen Kontexts der Schweizer Flüchtlingspolitik und der didaktischen Prinzipien bei der digitalen Holocaustvermittlung untersucht. Im Zentrum des IWalks stehen videografierte Zeitzeug*innen Interviews von Teilnehmenden des Transports. Die Schwierigkeiten und Chancen im Umgang mit dieser Quellengattung werden in der Arbeit aufgezeigt. Bei der Vermittlung der Rettungsaktion mit dem Tool ‘IWalk’ muss proaktiv beachtet werden, dass Mythen in der Schweizer Erinnerungskultur des Zweiten Weltkriegs nicht gestärkt werden. Durch das Zusammenspiel von historischem Kontext und didaktischen Prinzipien ist der IWalk ein geeignetes Tool, um die Nutzer*innen des Stadtrundgangs in Bezug auf gegenwärtige Menschenrechtsverletzungen zu sensibilisieren, den quellenkritischen Umgang mit Zeitzeug*innen Interviews aufzuzeigen und gleichzeitig die Erinnerung an den Holocaust aufrecht zu halten.
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